UX/UI Design für vernetzte Laborsysteme
HMI‑ und App‑Design für Laborzentrifugen zur verbesserten Bedienbarkeit, sicheren Prozessführung und klaren Statusübersicht im Laboralltag.
SICHERHEIT UND EFFIZIENZ IM LABORALLTAG
Sigma RP Touch und Timer App – benutzerfreundliche Bedienung einer neuen Generation von Laborzentrifugen in einem einheitlichen Designsystem
Die RP Software ist das HMI der Laborzentrifuge Sigma 3‑16 T und bildet die zentrale Bedienoberfläche des Geräts. Über das Touch‑Interface werden Programme, Parameter, Statusinformationen und sicherheitsrelevante Funktionen gesteuert. Ergänzend entwickelten wir eine Timer App, die die verbleibende Laufzeit der Zentrifuge auf dem Smartphone anzeigt. Die App erweitert den Nutzungskontext über das Gerät hinaus und unterstützt den Laboralltag, indem Anwender auch während paralleler Tätigkeiten jederzeit über den aktuellen Prozessstatus mehrerer Zentrifugen informiert bleiben.
Wir entwickelten das UX/UI‑Design für die RP Software der Sigma 3‑16 T sowie für die begleitende Timer App auf Basis der bestehenden Software. Ziel war es, komplexe Bedienabläufe klarer zu strukturieren, die Orientierung zu verbessern und eine sichere Nutzung auch unter Zeitdruck zu ermöglichen. Arbeitsabläufe, Programmeinstellungen und Zustandsanzeigen wurden in klaren User Flows und logisch aufgebauten Screen‑Hierarchien organisiert. Sicherheitsrelevante Informationen und Systemzustände sind eindeutig erkennbar und unterstützen eine fehlerarme Bedienung. Parallel entstand ein Interface‑Designsystem im Sigma Corporate Design, das konsistent auf HMI und App angewendet wird. Das Designsystem wurde in Figma entwickelt und definiert Bedienelemente, Typografie, Farben, Icons und Interaktionsprinzipien als Grundlage für die Umsetzung und Weiterentwicklung.
Wir entwickelten das HMI der Zentrifuge und die mobile Erweiterung als zusammenhängendes Nutzungssystem. Die Bedienung an der Sigma 3‑16 T und die Timer App wurden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines durchgängigen Labor‑Workflows gestaltet. Durch die strukturierte Überarbeitung der bestehenden Bedienlogik konnten Prozesse verständlicher, effizienter und sicherer umgesetzt werden. Das entwickelte Interface‑Designsystem ermöglicht Sigma eine konsistente Weiterentwicklung zukünftiger Gerätegenerationen und Software‑Updates. Für Sigma entstand so eine belastbare UX‑Grundlage, die technische Komplexität klar übersetzt und die sichere Nutzung der Zentrifuge im täglichen Laborbetrieb unterstützt.
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Klare Priorisierung von Routine Benutzung und Expertenbedienung
Konsistente Darstellung von Zuständen, Warnungen und Prozessfortschritt
Übertragbarkeit des Designs auf unterschiedliche Displaygrößen und Auflösungen
Saubere Schnittstelle zwischen HMI und Timer App zur synchronen Statusanzeige
Entwicklung eines Interface‑Designsystems im Sigma Corporate Design
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Embedded Hardware mit begrenzten Leistungsressourcen
Touch‑optimierte Bedienkonzepte für den Einsatz mit Handschuhen
Atomic Design System in Figma
Dokumentation aller Komponenten für die schnelle und designtreue Umsetzung
LEISTUNGEN
UX Design
UI Design
Corporate Design
BRANCHE
Medical & Science
Labortechnik / Lab Technology
CHALLENGE
Funktionen priorisieren, Bedienbarkeit schärfen
Laborumgebungen stellen hohe Anforderungen an digitale Interfaces. Nutzer arbeiten häufig unter Zeitdruck, tragen Schutzkleidung und müssen mehrere Prozesse gleichzeitig koordinieren. Die Bedienung muss deshalb nicht nur funktional, sondern vor allem schnell verständlich, eindeutig und zuverlässig sein. Gleichzeitig galt es, komplexe technische Funktionen so aufzubereiten, dass sie ohne lange Einarbeitung intuitiv nutzbar bleiben.
Im Projekt wurde schnell deutlich, dass die Herausforderungen nicht allein über die Geräteoberfläche lösbar waren. Neben der direkten Interaktion mit der Zentrifuge bestand auch Bedarf nach einer flexiblen Unterstützung außerhalb des Geräts, um parallele Abläufe transparenter zu organisieren und Prozesse besser im Blick zu behalten.
ANALYSE & RESEARCH
Nutzer verstehen, Herausforderungen erkennen
Zu Beginn des Projekts analysierten wir bestehende Systeme und Arbeitsabläufe im Laboralltag. In enger Abstimmung mit dem Kunden wurden Anforderungen definiert und Nutzungskontexte betrachtet. Interviews und Shadowing mit Labortechnikern halfen dabei, zentrale Herausforderungen sichtbar zu machen. Besonders deutlich wurde der Bedarf nach klaren Zuständen, schneller Orientierung und einer reduzierten Interaktion, die auch unter Stress zuverlässig funktioniert.
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelten wir erste Nutzungsszenarien, priorisierten Funktionen und formulierten Hypothesen für die weitere Produktentwicklung. Schnell entstand die Idee, die Lösung nicht als einzelne Anwendung zu betrachten, sondern als zusammenhängendes System aus HMI und mobiler Unterstützung.
KONZEPTION & VISUAL DESIGN
RP Software – Die neue Geräteinteraktion
Mit der RP Software entwickelten wir eine moderne Touchscreen-Steuerung, die komplexe Einstellungen verständlich und schnell zugänglich macht. Erste Wireframes und interaktive Prototypen halfen dabei, Navigationsstruktur, Informationsarchitektur und Interaktionslogik frühzeitig zu testen und zu optimieren.
Besonderes Augenmerk lag auf einer klaren visuellen Hierarchie, großen Touchflächen und eindeutigen Rückmeldungen während laufender Prozesse. Die Oberfläche wurde bewusst reduziert gestaltet, um wichtige Informationen schneller erfassbar zu machen und die kognitive Belastung im Arbeitsalltag zu minimieren.
KONZEPTION & VISUAL DESIGN
Sigma Timer App – Unterstützung über das Gerät hinaus
Parallel zur Geräteoberfläche entstand die Sigma Timer App als ergänzendes Werkzeug für begleitende Laborprozesse. Die App unterstützt Nutzer dabei, mehrere Abläufe gleichzeitig zu koordinieren und auch außerhalb des Geräts den Überblick über zeitkritische Prozesse zu behalten.
Der Fokus lag auf einer schnellen visuellen Erfassbarkeit und einer möglichst einfachen Bedienung. Klare Zustände, großflächige Interaktionselemente und reduzierte Informationen helfen dabei, aktive Prozesse sofort einzuordnen und Prioritäten schneller zu erkennen. Durch frühe Prototypen und kontinuierliches Feedback aus Entwicklung und Tests wurde die Anwendung iterativ weiterentwickelt und an reale Nutzungssituationen angepasst.
Die Gestaltung orientierte sich an Klarheit, technischer Präzision und schneller Erfassbarkeit. Kontraste, Typografie und visuelle Zustände wurden gezielt eingesetzt, um Informationen auch in hektischen Situationen zuverlässig erfassbar zu machen.
KONZEPTION & VISUAL DESIGN
Gestaltung für Klarheit und Kontext
Beide Produkte wurden gestalterisch und funktional als zusammenhängendes Nutzungserlebnis entwickelt. Dafür entstand ein modulares Design System mit gemeinsamen Komponenten, Icons, Interaktionsmustern und visuellen Prinzipien. Ziel war es, über alle Interfaces hinweg eine konsistente Sprache zu schaffen, die Orientierung erleichtert und Wiedererkennung unterstützt.
BETREUUNG & AUSBLICK
Weiterdenken, begleiten, ausbauen
Die systematische Dokumentation die enge Zusammenarbeit mit der Entwicklung sorgte für eine konsistente Umsetzung bis ins finale Produkt. Auch nach der Übergabe unterstützten wir das Entwicklungsteam bei Detailfragen, testeten die Umsetzung und entwickelten begleitende Materialien wie App-Icons und Store-Screens. Die App wird mittlerweile erfolgreich eingesetzt und bildet den Ausgangspunkt für weitere digitale Laborlösungen.